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Vortag |
Veränderung |
Datum/Zeit |
| 179,44 € |
171,68 € |
+7,76 € |
+4,52 % |
17.04/17:35 |
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| ISIN |
WKN |
Jahreshoch |
Jahrestief |
| NL0000235190 |
938914 |
- € |
- € |
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EADS-Aktie: Fusionspläne gescheitert 11.10.2012
Bankhaus Lampe
Düsseldorf (www.aktiencheck.de) - Sebastian Hein, Analyst vom Bankhaus Lampe, bewertet die Aktie von EADS (ISIN NL0000235190 / WKN 938914) unverändert mit dem Rating "halten".
Aus Sicht der Analysten sei die Nachricht über die gescheiterte Fusion mit BAE Systems (ISIN GB0002634946 / WKN 866131) positiv für die EADS-Aktionäre zu werten. Das Vorhaben sei vorrangig am Widerstand der Politik gescheitert. Dies sei aber aus Sicht der Analysten nicht unwesentlich auf die unzureichende industrielle Logik zurückzuführen. So seien aus Sicht der Analysten die Synergiepotenziale begrenzt gewesen und es sei zweifelhaft gewesen, ob das neue Unternehmen tatsächlich Marktanteile in den USA gewonnen hätte.
Die vielfältigen und zum Teil konträren Interessen der beteiligten Nationen (Deutschland und Frankreich über EADS, Großbritannien über BAE Systems) hätten die Fusion verhindert. Offenbar sei die deutsche Regierung nicht bereit gewesen, wie Großbritannien auf Anteile zu verzichten, sondern sei bemüht gewesen, ein Gleichgewicht in der Aktionärsstruktur mit Frankreich zu bewahren. Für das EADS-Management sei damit neben der Fusion auch das Bestreben gescheitert, den Staatseinfluss zurückzudrängen.
Auf der stand-alone Basis werde Cassidian nun die bereits in die Wege geleitete Restrukturierung vorantreiben. Folgende Eckpunkte stünden im Fokus: Angesichts sinkender Militärbudgets in Europa sollten die Wachstumspotenziale in Emerging Markets wie Indien, Brasilien oder Mittlerer Osten erschlossen werden. 2020 sollten nur noch 40% der Umsätze in den Heimatmärkten erzielt werden (2010: 68%). Während der Bereich Security 2010 nur 22% der Umsätze ausgemacht habe, solle der Umsatzanteil 2020 bei 50% liegen. Potenziale würden z.B. in der Grenzsicherheit und in der Cybersecurity liegen. Außerdem sollten bis 2015 370 Mio. Euro eingespart werden.
Das EADS-Management müsse das Vertrauen der Kapitalmärkte zurückgewinnen, um eine deutliche Höherbewertung zu rechtfertigen. Nachdem die Analysten im Zuge der Fusionsverhandlungen einen Abschlag von 10% auf ihr Kursziel genommen hätten, entfalle dieser nun allerdings wieder.
Infolge gesunkener Peer-Bewertungen steigt das Kursziel allerdings nur um rund 7% von 27,00 Euro auf 29,00 Euro, sodass die "halten"-Empfehlung für die EADS-Aktie bestehen bleibt, so die Analysten vom Bankhaus Lampe. (Analyse vom 11.10.2012) (11.10.2012/ac/a/d)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Das Wertpapierdienstleistungsunternehmen oder ein mit ihm verbundenes Unternehmen handeln regelmäßig in Aktien des analysierten Unternehmens. Weitere möglichen Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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